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OÖN meets KTM Chef Stefan Pierer

29.09.2009
Die Wirtschaftskrise ließ den europäischen Motorradmarkt um 20 Prozent einbrechen. „Jetzt dürfte der Boden gefunden sein“, sagt KTM-Chef Stefan Pierer. Die OÖN baten den Industriellen auf der IAA in Frankfurt zum Interview.
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MX Profi Stefan Everts auf KTM

OÖN: Sie sind nicht nur Chef von KTM, sondern auch an Zulieferbetrieben beteiligt. Welche Trends erkennen Sie auf der IAA?

 

Stefan Pierer: Thema Nummer eins ist der Verbrauch bzw. der CO2-Ausstoß. Diese beiden Punkte werden die Autoindustrie in den kommenden Jahren prägen. Ich persönlich glaube, dass es mittelfristig in allen Segmenten zu einer Totalhybridisierung kommen wird. Downsizing ist ebenfalls ein großes Thema – bei den Motoren, bei der Fahrzeuggröße und beim Gewicht. Bis das Elektroauto da ist, wird es allerdings noch dauern.

 

OÖN: Wie weit ist KTM bei der Elektromobilität?

 

Pierer: Erste Prototypen haben wir bereits vorgestellt. In die Vorserie gehen wir nächstes Jahr. Bei KTM beginnt die Elektromobilität im Sportbereich. Gerade beim Motocross sind Lärm und Abgase ein großes Thema. Lautlose, emissionsfreie Maschinen könnten den Motocross-Markt regelrecht revolutionieren.

 

OÖN: Stichwort Markt: Wie hoch ist der krisenbedingte Einbruch im Zweirad-Segment?

 

Pierer: Dramatisch ist die Lage in den USA und in Spanien, wo das Minus bis zu sechzig Prozent beträgt. In Nordamerika erwischte es die japanischen Hersteller besonders. Bei BMW, Ducati und KTM läuft es dort besser. Im EU-Durchschnitt brach der Markt um etwa 20 Prozent ein. Jetzt dürften wir allerdings den Boden gefunden haben, die Märkte scheinen sich zu stabilisieren.

 

OÖN: Ist ein Ende der Krise bereits in Sicht?

 

Pierer: Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich mit einer Prognose noch sehr vorsichtig.

 

OÖN: KTM hat die Kurzarbeit aber früher als geplant beendet.

 

Pierer: Ja, wir konnten die Lager schneller als erwartet abbauen. Und mit dem Bestellungseingang sind wir einigermaßen zufrieden.

 

OÖN: Sie fertigten in Ihrem besten Jahr – 2007 – mehr als 90.000 Motorräder. Wie viele werden es heuer sein?

 

Pierer: Rund 65.000.

 
 
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KTM RC8 am Hinterbock

OÖN: Für die Motorradhersteller steht mit der EICMA in Mailand die wichtigste Messe noch bevor. Was werden Sie dort zeigen?

Pierer: Unsere neue 125er präsentieren wir erstmals auf der EICMA, später wird auch eine 250er kommen. Mit diesen leichten Bikes kehrt KTM sozusagen zur Jugend zurück. Diese preislich attraktiven Motorräder passen hervorragend in den urbanen Bereich. Beide Motorräder entstanden in Kooperation mit unserem indischen Partner Bajaj, wo die Bikes auch gefertigt werden.

 

OÖN: Plant KTM weitere Produkte für den städtischen Bereich? Schließlich läuft der Roller-Markt weltweit ja ganz gut. Wäre ein Retro-„Pony“ keine Alternative?

 

Pierer: Urban Mobility ist auch für KTM enorm wichtig, gar keine Frage. Bei neuen Produkten muss man aber immer darauf achten, dass die Marke KTM nicht verwässert wird. Die 125er und die 250er zeigen unsere Strategie und bieten trotz Downsizing beste Performance.

 

OÖN: Würden Sie sich heute nochmals auf Ihr Auto-Projekt einlassen?

 

Pierer: Mit dem heutigen Wissen – auch zur Krise – würde ich mit dem X-Bow nicht mehr in Serie gehen, sondern eine Einzelfertigung machen.

 

OÖN: Verstehen Sie die Aufregung rund um die Landeshaftung für KTM?

 

Pierer: Das muss man als Unternehmer aushalten. Ich betone aber, dass es sich um eine Haftung und nicht um eine Förderung handelt.

 

OÖN: Die letzte, sportliche Frage: KTM zog sich nach einer Reglementänderung von der Dakar-Rallye zurück. Verlieren Sie dadurch nicht Ihren wichtigsten Imageträger?

 

Pierer: Als Werksteam sind wir 2010 nicht dabei. Die besten Privaten treten aber nach wie vor auf KTM an. Somit werden wir auch die nächste Dakar gewinnen.

 

mr/lf


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